Yang Chengfu - mein Standpunkt

Yang-Family-Taijiquan - Dr. Stephan Langhoff HamburgBei meinem ambitionierten Unternehmen, Licht in das "Dunkel des Yang Family Taichichuan" zu bringen beziehe ich mich häufig auf Meister Yang Chengfu (1883-1936) und die von ihm propagierte neue Yang-Taiji-Form. Sie ist noch heute wohl die beste und empfehlenswerte Yang-Stil-Variante. Das Leben des Altmeisters ist recht untypisch für Taiji-Familien-Mitglieder verlaufen. Obwohl seine Weltsicht ist gut dokumentiert und wohl jedem Praktizierenden im Kern bekannt ist, scheuen sich doch viele, seine unrealistischen Kampfkunst-Vorstellungen zu korrigieren. Dazu gehören auch hochrangige chinesische Meister aller Stile.

Die negativen Seiten des "Yang-Chengfu-Kultes" lassen sich gut festmachen an der Besprechung der Yang Chengfu Center Berlin und Köln. Es ist mir wichtig, meine Ansichten zu deren gängigen "Yang-Family-Taichi-Illusionen" öffentlich zu verbreiten (s. Yang Chengfu). Zum einen war ich schon immer mehr an Fakten interessiert als an Deutungshoheit zu Fiktionen und zum anderen werde ich des öfteren fälschlicherweise "reklamiert" als "Yang-Family-affin"! Doch hier muss ich Klarheit schaffen: Keinesfalls möchte ich verwechselt werden mit einer esoterischen sekten-artigen "Szene", in der die "Yang-Jun-Doktrin von "Fraktions-Zwang", Vorurteile, Loyalität und Tabus wichtigere Leitlinien sind als Faktencheck und Suche nach Wahrheit. Diesen Kern meiner Reputation möchte ich aufrecht erhalten Viel Ungeklärtes und kontroves Debattiertes geht m. E. an der eigentlichen Frage vorbei! Siehe dazu Tai-Chi-Ausbildung Tai-Chi-Sekten.

Yang Chengfu - Wunschdenken und Elfenbeintürme

Die Glaubwürdigkeit vieler deutscher Lehrer leidet unter der "Glaubenssache Yang Chengfu", bei der offenbar Forschung als Bedrohung empfunden und starrsinnig abgewehrt wird. So wird immens viel Vertrauen unnötig verspielt. Bei der Lehrerwahl sollten gerade Laien sich fragen, ob sie einen solchen "Elfenbeinturm" oder "Wolkenkuckucksheim" wirklich wollen! Schon in meiner Rezension des Hauptwerks "DAS VOLLSTÄNDIGE BUCH VON FORM UND ANWENDUNG DES TAI CHI CHUAN" habe ich einige Kommentare zu Matthias Wagners deutscher Übersetzung kritisiert, weil sich in ihnen nicht die Wahrheit sondern Wunschdenken manifestiert. Auch sogenannte Experten zeigen dabei auf peinliche Art ihre offenbare Ignoranz - z. B. wenn sie die neue Form als "traditionell" bezeichnen! Es ist genau diese kritiklose Hofberichterstattung, die mir immer wieder die Sehnsucht von "Yang-Chengfu-Jüngern" nach einer "heilen Welt" drastisch vor Augen führt. Die nötige Abgrenzbarkeit zu sekten-artigen Strukturen ist vielfach nicht mehr gegeben.

Yang Chengfu

Das "Pro und Contra" zur Familie Yang im allgemeinen und zu Yang Chengfu im besonderen ist auf den ersten Blick für viele verwirrend. Viele, die "einfach nur Tai Chi lernen wollen", interessieren sich auch nicht für die Hintergründe. Aus DTB-Sicht ist es jedoch empfehlenswert, sich damit zu befassen. Es lassen sich mehrere Themenblöcke unterscheiden und an Rezensionen der Yang Chengfu Center Köln und Berlin festmachen.

!. Die nachgewiesenen Irrtümer, Fehlurteile und Vorurteile

2. Die nicht stichhaltigen Slogans der Propaganda und Corporate Identity

3. Die Voreingenommenheit der Sozial-Medien wie Facebook, Youtube & Co

4. Die technischen Varianten gegenüber anderen Familien-Clans

5. Das Umgehen mit Kritik und das Einfordern von Loyalität

Yang Chengfu - was stimmt und was nicht?

Yang ChengfuErst durch Meister Yang Chengfu ist das "chinesische Schattenboxen" zu einer Art "Handelsware" geworden. die nach und nach immer mehr Konkurrenten auf den Plan rief, die alle ihr großes Vorbild in ein möglichst strahlendes, positives Licht stellen wollten oder mussten. Nun kann man sicherlich manches zur Not gelten lassen, was nicht ganz der Wahrheit entspricht - frei nach dem Motto "Klappern gehört zum Handwerk". Meine Meinung dazu, was man nicht mehr tolerieren sollte, weicht in wichtigen Punkten von der gängigen Auffassung von Lehrern und Verbänden ab. Ich habe dafür viel Kritik bekommen, von der ein Teil m. E. auf Mißverständnis beruht.

Yang-Chengfu - ein historischer Vergleich

Ich habe meine Sicht der Dinge kürzlich noch einmal unter dem Blickwinkel eines historischen Vergleichs konkretisiert: Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass Yang Chengfu nicht der Urheber der Irrlehren ist sondern der Mittler zwischen den Generationen der Yang-Familie. Ein sino-japanischer Vergleich liefert die entscheidenden Fakten zur Korrektur. Der Artikel "Yang-Chengfu-Ikone im soziokulturellen Zusammenhang" untersucht Implikationen für Unterricht, Lehrer, Ausbildung, Verbände und Öffentlichkeit. Mein Appell: "Ein guter Lehrer korrigiert Yang-Family-Tai-Chi-Irrtümer - ein schlechter ignoriert sie" Quelle: Yang Chengfu Tai Chi.

Yang-Chengfu-Tai-Chi-Formen

Das im DTB unterrichtete Tai Chi nimmt als Ausgangspunkt die letzte Yang-Chengfu-Ausführung 103-Form mit 37 Figuren in der Ausprägung seines Sohnes Yang Zhenduo. Man sollte sie natürlich nicht "traditionell" nennen und man sollte sie klar unterscheiden vom sogenannten "Yang-Family-Taijiquan" mit all seinen Defiziten und Irrtümern. Vielmehr orientiert es sich an den Standards der chinesischen Institute. Diese werden nach Meinung von Fachleuten noch bestehende alte Strukturen modernisieren wie sie es bereits für das Gesundheits-Qigong (Health Qigong) erfolgreich getan haben. Vorausschauend hatte der DTB bereits vor Jahren entsprechende Zeichen gesetzt durch verstärkte Einbeziehung der Bereich Anatomie/Physiologie und Pädagik/ Didaktik in der Lehrer-Ausbildung. Probleme der DTB-Zertifizierung von Schulen der International Yang Family Taijiquan Assocation, Affiliates, Center Directors, Certified Instructors betreffen weiterhin Prüfungsfragen, Taiji-Fachbegriffe, Prinzipien, Innere Kampfkunst, Historie/ Lineage. Ein Überblick über den gegenwärtigen Sachstand hier: Schulen der International Yang Family Tai Chi Association und Yang Juns International Yang Style Association zwischen Tradition und Transparenz. Quelle: Yang Chengfu Form.

Yang Chengfu Videos

Yang-Chengfu-Videos: Yang-Family-VideosDie leichte Zugänglichkeit von "Yang Chengfu Videos" führt dazu, dass die Schwachstellen der z. B. auf den Tai-Chi-Symposien  verbreiteten Yang-Chengfu-Propaganda offenkundig werden. Die Hauptfragen, die Yang Chengfu Center in Bedrängnis bringen listet der AK Yang Chengfu Videos auf. Das leicht nachvollziehbare Fazit: Insbesondere die Behauptungen von Yang Jun, er unterrichte die Familientradition und seine Form sei von Generation zu Generation überliefert sind falsch und mit Videos leicht widerlegbar.

Die Werke - Rezensionen, Kritik und Einbettung

Im Einklang mit meiner Multimedia-Methodologie umfassender Kontexte messe und bewerte ich die Werke des Altmeisters unter Einbeziehung des Yang-Family-Taichi im Allgemeinen und der Yang-Familie im Besonderen. Ich halte den unkritischen, inszenierten "Yang-Chengfu-Kult" eher für einen Teil des Problems als für einen Teil der Lösung - er erweist sich als "Sprengstoff" und nicht als "Kitt"! Meine kritische Haltung gegenüber Yang Chengfu kommt in meinen Rezensionen / Buch-Besprechungen klar zum Ausdruck. Natürlich wird sie vielerorts nicht gern gesehen. Dach-Organisationen wie Yang Juns "International Yang Family Taijiquan Association" haben als Lobby-Verband ja ein außerordentliches Interesse an einem makellosen Yang-Chengfu-Bild - schon deswegen, weil sie ihre weltweiten Schulen ja "Yang Chengfu Tai Chi Center" nennen und vorgeben "traditionelles Yang Family Tai Chi" (!) zu vermitteln.

Yang-Chengfu-Bücher

Die größte und wohl unbestrittenste Verdienst Yang Chengfus ist sicherlich die detaillierte Beschreibung seiner Tai-Chi-Form in Wort und Bild. Seine Bücher unterscheiden sich stark in ihrer Qualität und Kompetenz. Die erfolgten Verbesserungen sind teilweise der tatkräftigen Unterstützung seiner Schüler Chen Weiming und Cheng Manching geschuldet. Viel gelobt und sehr effektiv ist des Meisters Art zu lehrer - kampfkunst-bezogen kommentiert er seine Rolle und die seines Partners. Zudem weist er auf die häufigsten Fehler hin und nimmt Bezug zu den klassischen Schriften und den familien-internen Überlieferungen bis zurück zu Yang Luchan.

Sehr bekannt geworden sind Yang Chengfus Bücher, nachdem sie ins Englische übersetzt wurden. Wenngleich Publikationen üblicherweise einen guten Einblick in Denken und Weltsicht eines Menschen geben, so ist dies bei Yang Chengfu anders. Offenbar wurden seine eigenen Formulierungen schnell wieder vom Markt genommen und Schüler wie Cheng Weiming, Dong Yinjie und Cheng Manching übernahmen die künftige vom Meister autorisierte Ausarbeitung. Dadurch ist auch heute noch ungesichert, was wirklich Meister Yangs Überzeugung war und was ihm untergeschoben wurde. Obwohl Yang Chengfus Bücher heutzutage sehr verbreitet und allgemein bekannt sind, fällt auf, dass praktisch niemand auf die darin enthaltenen Irrtümer aufmerksam macht oder sie öffentlich korrigiert.

Bibliographie

  • Yang Chengfu (1931), Taijiquan Shiyongfa (Application methods of Taijiquan)
  • Yang Chengfu (1934), Taijiquan Tiyong Quanshu (Complete Book of the Essence and Applications of Taijiquan)
  • Yang Chengfu and Louis Swaim, tr. (2005). The Essence and Applications of Taijiquan. North Atlantic Books

Veröffentlichungen

  • Yang Chengfu: Die Kunst des Tai Chi Chuan (Shanghai 1925)
  • Yang Chengfu: Die vollständigen Prinzipien und die Theorie des Tai Chi Chuan (1930)
  • Yang Chengfu: Anwendung des Tai Chi Chuan 太极拳式用法 (1931)
  • Yang Chengfu: Tai-Chi-Übungen und Anwendung (1933)
  • Yang Chengfu: Das vollständige Buch von Form und die Anwendung des Tai Chi Chuan 太極拳體用全書 (1934), 2005 auf Englisch The Essence and Application of Taijiquan

Yang-Chengfu-Buch-Rezensionen

Das im Jahre 1934 veröffentlichte letzte Yang-Chengfu-Buch (Das vollständige Buch von Form und die Anwendung des Tai Chi Chuan 太極拳體用全書) stellt einen Meilenstein dar in der neueren Entwicklung des "chinesisichen Schattenboxens". Das bahnbrechende, höchst einflussreiche Werk ist für all diejenigen unverzichtbar, die tiefere Einblicke in das Yang-Stil-Taijiquan erlangen und erfolgreicher trainieren möchten. Sehr beeindruckend ist die Übersetzung des chinesischen Originals ins Englische von Louis Swaim.

  • Kalligrafien
  • Ahnengalerie
  • Vorwörter
  • Die Form
  • „Schiebende Hände“: Tui Shou
  • „Das große Ziehen“: Da Lu
  • Anhang – Die klassischen Texte:

Mit einer höchst anschaulichen, praxisnahen Erzählweise beschreibt der Autor Formen, Figuren und angenommene Partner-Anwendungen aus seiner eigenen jeweiligen Perspektive. Und das alles, indem er es selber vormacht. Zu jeder Figur wird das exakte Foto hinzugefügt. Der Leser nimmt sozusagen die Schülerrolle ein und kann durch diese direkte, lebendige Methode sehr gut lernen. Übersetzungen aus dem Chinesischen Urtext wie etwa die von Louis Swaim oder Matthias Wagner machen Yang Chengfus klassisches Werk auch westlichen Interessierten zugänglich.

Die Übersetzung von Louis Swaim enthält Anmerkungen und Kommentare, die die häufigen klassischen und literarischen Redewendungen erklären helfen. Zusätzlich wird auf die politischen und philosophischen Untermauerungen und Fundamente eingegangen, die Form und Inhalt des Buches mitbestimmen.

Forschungen und Vergleiche des Übersetzers umfassen mehrere andere frühe Tai-Chi-Bücher mit dem Ziel die Rolle zu beleuchten, die die beiden Yang-Chengfu-Schüler Dong Yingjie und Zheng Manqing  beim Erstellen des Werkes und der Druck-Vorbereitung spielten.

Yang Chengfus strittige Kampfkunst-Postulate widerlegt

Ich persönlich war sehr überrascht, als ich zum ersten Mal konfrontiert wurde mit Yang Chengfus abwertenden Aussagen über chinesische Shaolin-Kampfkunst. Unverständlich war für mich neben der harschen, ruppigen Ausdrucksweise auch seine oberflächliche Pauschalität. Lange Zeit habe ich mich bemüht, aus Respekt vor dem Meister, über seine seltsamen Meinungen hinwegzusehen in der Hoffnung, dass mit dem allmählichen Verschwinden des gestrigen Zeitgeistes aus dem Peking der Dreiziger Jahre auch der Stellenwert dieser fragwürdigen Statements nicht mehr so hoch zu hängen sei.

Yang Chengfu Taijiquan Center - Rückschritt zu okkult-esoterischen Sehweisen

Doch seit der Gründung von Yang Juns Yang Chengfu Centern ist die angebliche Einzigartigkeit des Taijiquan wieder zu neuem Leben erweckt und wird in Yang Juns International Associations, die merkwürdigerweise zwei Namen hat, zur offiziellen Doktrin erhoben. Ich denke da an die Äußerungen von Yang Jun, Prüfungsfragen und an Kongresse wie das letzte Tai Chi Symposium 2014.

 

 

Sein erstes Seminar zum Yang Family Tai Chi in Deutschland führte Yang Jun in Hamburg durch.

Deutungshoheit Yang Jun Fünfte Generation Yang Family Tai Chi ?

Tai Chi Esoterik

Tai Chi Esoterik - Yang Jun Dr. Langhoff

Yang Jun auf Esoguru.com

Yang Jun Yang Family Tai Ci Esoguru.com

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Yang Jun akzeptiert 7 neue Meisterschüler

Im Juli 2014 bestätigte Yang Jun 7 Meisterschüler (disciples). Sie erhielten der Tradition entsprechend chinesische Namen. Quelle: <img alt="" scale="0" src="http://taichisymposium.com/wp-content/uploads/2014/07/7anna-300x199.jpg">

Esoterik

Heute ist „Esoterik“ zumeist ein Sammelbegriff für ein breites Spektrum verschiedenartiger Weltanschauungen, welche die spirituelle Entwicklung des Individuums betonen

    1. Grenzwissenschaft
    2. weltanschauliche Bewegung, Strömung, die durch Heranziehung okkultistischer, anthroposophischer, metaphysischer Lehren und Praktiken auf die Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung des Menschen abzielt

 

Im Rahmen der „Esoterikwelle“ wird Esoterik seit den späten 1970er Jahren in sehr freier Weise für ein breites Spektrum verschiedenartiger Lehren und Praktiken gebraucht. In der Umgangssprache hat „esoterisch“ häufig die Bedeutung von „irrational“ oder „versponnen“.

Esoterik (von griechisch ἐσωτερικός esōterikós ‚innerlich‘, ‚dem inneren Bereich zugehörig‘) ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis zugänglich ist, im Gegensatz zu Exoterik als allgemein zugänglichem Wissen.

Andere traditionelle Wortbedeutungen beziehen sich auf einen inneren, spirituellen Erkenntnisweg, etwa synonym mit Mystik, oder auf ein „höheres“, „absolutes“ und althergebrachtes Wissen.

Die Religionswissenschaft und die Geschichtswissenschaft verwenden den Begriff ohne Wertung zur Bezeichnung diverser religiöser und kultureller Strömungen, insbesondere in der Neuzeit und im westlichen Kulturraum.

Der Begriff Esoterik bezeichnete ursprünglich die Lehren des aus den Mysterienkulten stammenden „verborgenen Wissens“, die nur einer ausgewählten Schülerschaft mitgeteilt werden durften.

Esoterik ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis bestimmte philosophische Lehre.

Andere traditionelle Wortbedeutungen beziehen sich auf einen inneren, spirituellen Erkenntnisweg, etwa synonym mit Mystik, oder auf ein „höheres“, „absolutes“ Wissen.